Ив. Батаклиевъ. Развитие и днешно състояние на българската географска наука

Ив. Батаклиевъ. Развитие и днешно състояние на българската географска наука

Iv. Ваtаkliеv. Entwicklung und heutiger Staпd der bulgarischen geographischen Wissenschaft

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ENTWICKLUNG UND HEUТIGER STAND DER BULGARISCHEN GEOGRAPHISCHEN WISSENSCHAFT.

Aus Anlass des 40-jährigen Bestehens des Geographischen Instituts аn der Universität Sofia und des 20-jährigen Bestehens der Bulgarischen Geographischen Gesellschaft.

Während des Jahres 1938 vollendeten sich 40-Jahre seit der Begründung des geographischen Instituts dеr Universität Sofia und 20-Jаhrе seit der Begründung der Вulgаrisсhеn gеоgrарhischen Gesellschaft. Sie sind die einzigen Pflegestätten der bulgarischen geographischen Wissenschaft. Tatsächlich ist zwar der Anfang der bulgarischen Geographie das Jahr 1835 als Neofit Bosveli Hilendarez das erste bulgariscthe geographisch~ Buch (ein Lehrbuch der Geographie) schrieb, aber unsere Wissenschaft begann ihre Entwicklung erst 20 Jahre nach der Befreiung (1898), als man den Lehrstuhl für Geographie an der Universität Sofia begründete und als Professor für Geographie Isсhirkоv ernennt wurde.

Für wissenschaftliche Tätigkeit bei den berühmten deutschen Professoren der Geographie Friedrich Ratzel und Ferdinand von Richthofen sehr gut vorbereitet, hat Ischirkov der bulgarischen geographischen Wissenschaft eine solide Grundlage gegeben. Zu diesem Zwecke pflegte Ischirkov vor allem die für ein Geographisches Institut notwendigen Karten, Instrumente, Bücher u. s. w. anzuschaffen. Ischirkov hat der bulgarischen Geographischen Wissenschaft dеn richtigen Weg gezeigt. Er ist der erste bedeutendste bulgarische Geograph. Aber er hat seinen Name auch dadurch verewigt dass er eine sehr grosse Summe für weitere Ausbildung von bulgarischen Geographen im Ausland testamentarisch vermacht hat.

Trotzdem bei uns viele Schwierigkeiten für die wissenschaftliche Arbeit und sehr komplizierte Aufgaben für die bulgarische geographische Wissenschaft bestehen, befindet sie sich in beständiger Entwicklung und stetem Forschrift. Bis 1912 war die Geographie an der Universität als Lehrfach abhängig von der Nachbarwissenschaften, bis 1923 - halbabhängig und nachhervollständig unabhängig. 1914 wurde Jеkо Rаdеv, nach der Vorbereitung bei dem deutschen Professor Albrecht Penck, als ord. Dozent und 1927 als Professor für physische Geographie ernannt. 1917 wurde Jordаn Коvatsсhеv als Privatdozent für mathematische Geographie. Кrum Drоntsсhi1оv wurde 1919 als Assistent für Geographie und 1923 als ord. Dozent für Antropogeographie ernannt. 1925 kam Rаfаi1 Ророv als Privatdozent für Prähistorie. Auf diese Weise wurde die Zahl der Professoren für Geographie vervollständigt.

Die geographische Wissenschaft hat hauptsächlich durch Professor Ischirkov unsere gerechten staats-nationalen Interessen geschützt.

Am Ende des Jahres 1918 wurde die Bulgarische Geographische Gesellschaft begründet. Aber ihre stärkere Entwicklung beginnt erst im Jahre 1933, als die Mitteilungen der bulgarischen Gesellschaft herausgegeben wurden. Mit ihr hauptsachlich tritt die bulgarische Geographie in Verbindung mit der ausländischen geographischen Wissenschaft.

Für die Entwicklung der bulgarischen geographischen Wissenschaft sind noch zwei weitere Ereignisse wichtig: 1) die Organisierung des IV Kongresses der slavischen Geographen und Ethnographen in Sofia während des Jahres 1936 und 2) die Begründung des bulgarischen National-Komitet für Geographie im Jahre 1937. Mit dem letzterem traten die bulgarischen Geographen als Mitglieder der Union géographique internatinale bei.

Leider hat die bulgarische Geographie in kurzer Zeit 4 Professoren durch den Tod verloren (Drontschilov-1925, Radev und Kovatschev--1934 und Ischirkov-1937) und dadurch eine sehr schwere Krisis durchlebt.

Heute ist die Zahr der Professoren für Geographie wieder vervollständigt. Die jetzigen Professoren sind: Iv. Batakliev, D. Jaranoff und G. Guncev. Das Geographische Institut der Universität, in welchem während der 40 Jahre 400 Geographen ihre Studien beendigt haben, ist Verhältnismäßig gut eingerichtet. Es besitzt eine Bibliothek von 3500 Banden, eine grosse Sammlung von Karten, Instrumenten und anderen Hilfsmitteln. Das bulgarische geographische Institut hat einen Stand wie die Institute an den kleineren Universitäten von Mittel- und Westeuropa. Die bulgarische geographische Gesellschaft hat 480 Mitglieder und befindet sich auch in einer guten Entwicklung.

Die nächsten Aufgaben der bulgarischen geographischen Wissenschaft sind: Bearbeitung eines geographischen Atlasses von Bulgarien und eine vollständige Geographie von Bulgarien.

Iv. Batakliev

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