Приноси къмъ морфологията на Западнитѣ Родопи

Димитър Ярановъ. Приноси къмъ морфологията на Западнитѣ Родопи

D. Jaranoff. Beiträge zur Morphologie der Westlichen Rhodopen

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BEITRÄGE ZUR MORPHOLOGIE DER WESTLICHEN RHODOPEN.

(Zusammenfassung).

         Der Verfasser hat während des Jahres 1940 die nördlichen und westlichen Teile der Westlichen Rhodopen geologisch und morphologisch untersucht. Bei den geologischen Untersuchungen ergab es sich, dass die letzte mit Faltungen und Überschiebungen begleitete Orogenese die savische (Ende Oligozän — Anfang Miozän) gewesen ist. Damit ist ein absoluter terminus post quem für die alten Denudationsformen gegeben. Für die Entwicklung dieser Formen ist die Anwesenheit grosser effusiver Massen, hauptsächlich Rhyolith, von sehr grosser Bedeutung gewesen.

         Die Formengruppen in den nördlichen und westlichen Teilen der Westlichen Rhodopen sind die folgenden vier:

         1. Reste von alten Abtragungsformen. — a) Altmiozäne Abtragungsoberfläche, in 1860 m abs. Höhe, sehr schlecht aufbewahrt, identisch mit der „Kapatnik-Fläche" von H. Louis in Pirin und Rila. b) Jungtmiozäne Abtragungsoberfläche, in den mittleren Teilen der Westlichen Rhodopen sehr gut aufbewahrt, in 1490—1510 m abs. Höhe, mit grossen Schottermassen zugedeckt. Identisch mit der Rhodopenhochfläche von H. Louis. Die beiden miozänen Flächen der Westlichen Rhodopen sind von den linken Zuflüssen des Mesta (einschliesslich diesen, die nachträglich nach Norden, nach Marica abgelenkt worden sind) ausgearbeitet worden. c) Erst Ende Miozän-Anfang Pliozän brach die Ebene von Plovdiv ein, und die Einebnung begann gleichzeitig von Norden und Süden. Im Norden entstanden breite pontische Talböden in 1180—1300 m abs. Höhe, im Süden — pontische Abtragungsoberfläche in 1220—1300 m. d) Levantische Talböden im Norden in 900 m, im Süden in 960—1090 m. e) Quartäre Terrassen nur in den umgebenden Tiefländer.

         2. Tektonisch bedingte Abhänge. — Der Abhang gegen die Ebene von Plovdiv ist teilweise Bruchstuffe, die wegen zweimaligen Regenerationen im Quartär bis heutzutage erhalten ist, teilweise stellt er eine ehemalige Flächenflexur dar, die wegen den grossen petrographischen Unterschieden in einem Hügelland aufgelöst worden ist. So ist das aus zahlreiche Härtlinge bestehende Hügelland zwischen der Ebene von Plovdiv und den Westlichen Rhodopen im engeren Sinne des Wortes entstanden. Die Hebung der Westrhodopen-Scholle ist differenziert gewesen. Die Umgebung der Landschaft Čepino ist bei dieser Hebung zurückgeblieben längs einer Flächenflexur, die teilweise bis heutzutage erhalten ist. Längs einem Bruch, der als markante Bruchstuffe bis heute fast unberührt erhalten ist, ist ein Stück der mittleren Teilen der Westlichen Rhodopen eingebrochen, mit jungen Ablagerungen ausgefühlt und in ebenes Dospat-Becken umwandelt.

         3. Tief eingeschnittene, „unreife", junge Talsystem. — Es ist von der sehr starken levantischen Hebung bedingt und kontrastiert stark mit den Hochflächen.

         4. Petrographisch bedingte Meso- und Mikrorelief. — Die Rhyolith-Ausgüsse Ende Oligozän — Anfang Miozän (gleichzeitig mit der savischen Orogenese) haben sehr weite und breite Lavadecken gegeben, die nachträglich bis heutzutage einer sehr langsamen Abtragung unterliegen, hauptsächlich weil die zahlreichen primären horizontalen und vertikalen Klüften dem Gestein eine sehr grosse Porosität verleihen: es verhält sich als Halbkarst. Die ehemalige ebene Fläche der Lavadecken ist heute in zahlreichen, ohne jeder Ordnung zerstreuten steilen Hügeln (die den Hügeln der Cockpit-Landschaft sehr ähnlich zu sein scheinen und die Halbkarst-Beschaffenheit dieses Gesteins bestätigen) zerschnitten. Substrukturelle vulkanische Formen sind sehr selten erhalten geblieben: einige Necks in der Peripherie der ehemaligen Lavadecken.

         Die Anwesenheit der grossen Massen von Rhyolith (die in Zusammenhang mit dem nahen Ägäisgebiet zu setzen sind) hat jedenfals die Hauptunterschiede der Westlichen Rhodopen gegenüber den anderen hohen Gebirgen Bulgariens bedingt. Denn im allgemeinen stellen auch die Westlichen Rhodopen eine WNW—OSO gerichtete Grossfalte, ebenso wie die Stara-Planina (der Balkan) und die Srědna-Gora Grossfalte (einschliesslich das Strandža-Gebirge). Es ist wahr, dass die Westrhodopen-Grossfalte viel breitere ist, das ist aber nur ein quantitativer Unterschied, der mit dem unsymmetrischen Ausbau des alpinen Orogens in der Balkanhalbinsel zu erklären ist. Der dinarisch-hellenischer Art dieses Orogens ist in unserem Gebiete viel breiter als der balkanidischer.

         Die Unterschiede der Westlichen Rhodopen gegenüber Pirin und Rila (mit denen man sie in einer Gruppe als „Massiv“ zu fassen gewöhnt ist) sind, rein morphologisch betrachtet, viel grössere: in den beiden letzten Gebirgen, wegen stärkere Heraushebung, sind im Quartär glaziale Formen entstanden, die in den Westlichen Rhodopen vollkomen fehlen.

         Einzelheiten über die Morphologie der Westlichen Rhodopen sind aus die beigegebenen Karten zu entnehmen.

D. Jaranoff

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